Immer dieser lästige Verzich

Ob der Einzelne nun überlegt handelt oder nicht, den Müll trennt oder nicht, das Licht ausschaltet, wenn er nicht im Raum ist, oder nicht, Berge von Fleisch frisst oder nicht, das alles wird diesen Erdball schon nicht zum Verglühen bringen.


Aber auf so eine Art, nämlich isoliert, kann der Mensch des einundzwanzigsten Jahrhunderts nicht mehr betrachtet werden. Diese Zeiten sind vorbei.


Das Prinzip von Ursache und Wirkung gab es zwar schon immer, allerdings steigt der menschliche Einfluss auf das Außen proportional mit der Weltbevölkerung – duh!


Das addierte Handeln eines rasant wachsenden Menschenkollektivs vermag diesen Erdball sehr wohl trockenzulegen. Acht Milliarden Mal den Müll nicht zu trennen, das Licht nicht auszuschalten, Berge von Fleisch zu fressen… das ist zu viel.


Das Korsett ist eng geschnürt und wir stopfen uns nach wie vor voll. Das kann nicht gutgehen.


Und bald werden es zehn – bald 20 – bald 50 Milliarden Einzelfälle sein, die sich selbst übersehen, weil das Kleine keine nennenswerte Wirkung auf das Große hat – vermeintlich.


Es ist nicht einfach, die Konsequenzen des eigenen, auf den ersten Blick harmlosen Handelns zu begreifen.


Beziehungsweise es macht den Alltag so verdammt unentspannt.


Immer dieser lästige Verzicht auf das, was wir gewohnt sind; Müll produzieren, günstige Kleidung kaufen, massenhaft Hormonhühnchen essen und so weiter – Konsum in all seinen Facetten halt.


Bedenkt man, dass viele Menschen noch viel akutere Probleme haben, als einen auf der täglichen Ebene gar nicht so einfach zu fassenden Klimawandel, wundert es mich allerdings nicht, weshalb vielen die nahe Zukunft unserer Erde und all ihrer Geschöpfe schnuppe ist.


Da gibt es das Quengeln von Kindern, Geldsorgen, Alte, die gepflegt werden müssen, eigene Krankheiten pp.. Nicht zuletzt aber auch Idiotie, Faulheit und Ignoranz.


Gegen die letztgenannten Phänomene menschlichen Lebens könnte – rein theoretisch – angegangen werden.



#nichtsmussbleibenwieesist

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